Pflanzenwelt 24

befall von buchsbaum

befall von buchsbaum

Befall von Buchsbäumen

  • Definition: Der Befall von Buchsbäumen (Pyrus communis) durch Pilze, insbesondere der Buchsbartpilz (Cytospora cankerata), ist eine weit verbreitete und oft schwerwiegende Krankheit, die vor allem in Mitteleuropa auftritt. Er äußert sich in charakteristischen, verrottenden Verfärbungen und Verkrustungen der Rinde und Zweige.
  • Ursache: Der Buchsbartpilz ist der Hauptverursacher. Er wird durch Sporen überwindende Luft übertragen und befällt hauptsächlich ältere, geschwächte Bäume.
  • Symptome:
    • Rindenverfärbung: Die Rinde an betroffenen Stellen wird zunächst gelblich-grünlich, später bräunlich-schwarz und verkrustet.
    • Verkrustungen: Entwicklung von dicken, bröckeligen Verkrustungen, die die Rinde bedecken.
    • Zweigtod: Verkrustungen können zu Zweigtod und Absterben von Ästen führen.
    • Blattveränderungen: In einigen Fällen können auch die Blätter betroffen sein, indem sie sich verfärben oder abfallen.
    • Geruch: Bei starkem Befall kann ein unangenehmer, fauliger Geruch wahrnehmbar sein.
  • Wirtsspezifität: Der Buchsbartpilz befällt vorwiegend Buchsbäume, aber auch andere Laubbäume wie Birke, Esche, und Ahorn können betroffen sein, insbesondere wenn sie geschwächt sind.
  • Verbreitung: Der Befall ist in feuchten, kalten Klimazonen mit hoher Luftfeuchtigkeit am häufigsten.
  • Diagnose: Die Diagnose erfolgt in der Regel durch mikroskopische Untersuchung von Rindenproben oder durch die Identifizierung der Verkrustungen.
  • Bekämpfung:
    • Entfernung befallener Äste: Die Entfernung und fachgerechte Entsorgung befallener Äste ist die wichtigste Maßnahme zur Eindämmung des Befalls.
    • Verbesserung der Baumgesundheit: Stärkung der Baumgesundheit durch regelmäßige Bewässerung, Düngung und Schutz vor mechanischen Beschädigungen.
    • Holzschutzmittel: In schweren Fällen können Holzschutzmittel eingesetzt werden, um den Pilz zu bekämpfen.
    • Biologische Bekämpfung: Es gibt einige biologische Mittel, die zur Bekämpfung des Pilzes eingesetzt werden können, jedoch sind ihre Wirksamkeit begrenzt.

Experten-Tipps für die praktische Anwendung

Bei der Erkennung des Befalls ist eine sorgfältige Beobachtung der Rinde und Zweige entscheidend. Achten Sie auf die typischen Verfärbungen und Verkrustungen. Die frühzeitige Erkennung ermöglicht eine gezielte und effektive Bekämpfung. Die Entfernung befallener Äste sollte immer in der Ruhephase des Baumes erfolgen, um die Ausbreitung der Sporen zu minimieren. Die Äste sollten sterilisiert werden, bevor sie entsorgt werden, um eine weitere Verbreitung zu verhindern.

Zusammenfassung der Kernpunkte

Der Befall von Buchsbäumen durch den Buchsbartpilz ist eine Pilzkrankheit, die sich durch charakteristische Rindenverfärbungen und Verkrustungen äußert. Die Hauptmaßnahme zur Bekämpfung ist die Entfernung befallener Äste und die Stärkung der Baumgesundheit. Eine frühzeitige Diagnose und gezielte Maßnahmen sind entscheidend, um die Ausbreitung des Befalls zu begrenzen und die Gesundheit der Bäume zu erhalten.